Unsere Motivation und Intention

Bald wird es eine englische und französische Übersetzung geben.

Obwohl wir diese in dem Punkt „Über die Statements“ schon angerissen haben, wollen wir nochmal genauer erläutern, warum wir an diesem Projekt arbeiten.

Wir denken, dass Migration und Reisen keine Verbrechen sind und sein dürften. Nationale Grenzen und Konstruktionen, welche Menschen daran hindern sich frei zu bewegen sind nicht vertretbar.

Doch leider werden Menschen weltweit in den verschiedensten Kontexten und Formen ausgegrenzt und als Kriminelle und / oder unerwünschte Probleme stigmatisiert, nur weil sie nicht die richtigen Papiere haben und / oder diese ihnen ihnen nicht anerkennt werden. Grenzen und (scheinbare) Staatsangehörigkeit sind wichtiger als Menschen und deren Leben.

Die Gründe hierfür sind sehr komplex, aber Rassismus und (neo)Kolonialismus scheinen uns dabei auf jeden Fall mit Hauptakteure zu sein.

Und diese beeinflussen uns alle, auch wenn wir diese auflösen möchten. Dass erklärt auch mit, warum es so viele Projekte über Geflüchtete gibt, wo diesen selbst keine Stimme eingeräumt wird. Oder sie dürfen nur in einem bestimmten Rahmen etwas sagen, wie z.B. in einem Interview oder einem Portrait. Vor allem in Projekten, die größere Unterstützung und ein breiteres Publikum genießen. Wir glauben auch, dass dies in den meisten Fällen ein unbewusster Prozess ist, welcher oft diese Herangehensweisen weiter verankert.

Es gibt natürlich auch unzählige Protestbewegungen, Aktivist_Innen und / oder Einzelperson, die sich zu Themen wie Asyl, Geflüchtetenpolitik, Grenzen, Rassismus und vielen weiteren Themen auseinandersetzen und primär aus Menschen bestehen, die Erfahrung als Geflüchtete haben oder in ähnliche Situationen mit (Nationalen) Grenzen sind oder waren. Eine sich ständig erweiternde Liste findet ihr bei unseren Links.

Wir selbst kommen (zurzeit) aus dem europäischen Kontext, und wollen gegen diese Menschenverachtende Sicht „Grenzen vor Menschen“ vorgehen. Dabei wollen wir versuchen eine Plattform schaffen für die verschiedensten Stimmen und Statements von Menschen die Erfahrung als Geflüchtete haben oder in ähnliche Situationen mit (nationalen) Grenzen sind oder waren.

Durch die Statements hoffen wir eine Sensibilisierung und somit einen Beitrag mit zu leisten gegen die oben erwähnte „Sicht“. Während des Marsch für die Freiheit (2014), wurden solche Statements auch gesammelt und scheinen diesem Ziel mit zu verhelfen.

Unser langlebiges Ziel ist es, diese Statements selbst zu verbreiten, andere Menschen dazu zu animieren und bei Bedarf dazu verhelfen neue Statements aufzunehmen. Denn die Expertise dieser Menschen, durch ihren besonderen Blickwinkel, wird zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Gleichzeitig möchten wir dabei keinen Menschen auf den Status oder die persönliche Erfahrung reduzieren. Was nicht ganz so einfach ist (siehe mehr dazu: „Widersprüche und Herausforderungen“).

Im Mittelpunkt stehen ganz klar die Statements, die ohne Fragestellung gegeben werden. Wir sehen die Statements auch als ein Form von Instrument, welches weitergenutzt werden kann und soll. Die Gefragten Personen wissen von der Idee des Projektes.

Wir möchten uns gegen den jetzigen Rassismus, den (Neo)Kolonialismus, den Grenzen und sonstigen starken Formen von Diskrimierungen stellen. Und zwar in erster Linie weil wir diese(s) System(e) für nicht tragbar halten und ändern möchten. Dazu Etwas beizutragen ist unsere Motivation und unser Ziel.