Die Sprachen und Übersetzungen

(in english) / (en francais)

All unteren Gedanken sind aus einer deutsch, französischen und englischsprachigen Sicht. Die Komplexität von Sprachen ist ein sehr wichtiges und großes Thema. Daher versuchen wir uns damit auseinander zusetzen, indem wir aber gleichzeitig durch unsere Sprachen und Spracherfahrungen begrenzt sind.

Wie beim Beitrag über die Statements schon hingewiesen wurde, soll die Betroffene Person am besten selber entscheiden welche Sprache(n) sie nutzen möchte. Wenn die Person den Text diktiert oder eine Audio Datei transkribiert wird, wird der Versuch unternommen das Geschriebene so Nah am Gesagtem zu halten wie möglich. Ob der Satzbau bei der Gefragten Person stimmt ist unserer Ansicht nacht total nebensächlich, da es um den Inhalt geht. Sollte die Person den Wunsch äußern korrigiert oder verbessert zu werden, wird dies natürlich bei Möglichkeit getan. Die Übersetzungen werden teilweise zusammen mit der Betroffenen Person bearbeitet, aber am meisten später von verschiedensten Personen angefertigt, teilweise auch von Mehreren. Bei den Übersetzungen werden auf die oben genannte Punkte auch geachtet.

Jedoch gibt es einige Schwierigkeiten dessen wir uns bewusst sein müssen.

Erstens, ist eine eins zu eins Übertragung des Gesagtem zum Geschrieben kaum möglich.

Denn Manche Wörter können missverstanden werden oder die gleiche Tonalität erlaubt mehrere schriftliche Möglichkeiten. Auch die Satzzeichenstellung ist oft von der schreibenden Person beeinflusst. Natürlich wird zum Schluss das geschriebene bei Möglichkeit nochmal zusammen überarbeitet um Unstimmigkeiten zu vermeiden und ein besseres Verständnis anzustreben, aber komplett garantiert werden kann es nicht.

Zweitens sind die oben erwähnte Komplikationen verstärkt bei einer Übersetzung. Und es kommen viele Fragen auf. Wie z.B. werden Sprichwörter übersetz, wenn sie in der anderen Sprachen nicht so gebraucht werden? Wie ist es mit den unterschiedlichen Gewichtungen und Bedeutungen mancher Wörter in den verschiedensten Sprachkontexten? Wie ist es bei dem Anspruch einer Geschlechtsgerechten Sprache? Wie werden Geschlechtsfreie Wörter übersetzt, wenn das ähnliche Wort in der anderen Sprache ein Geschlecht hat? Auch kommen eventuelle Verständnis fragen auf, die an der Person später nicht gestellt werden können.

Werden falsche Satzbauten korrigiert? Und wenn sie so gelassen werden sollen, wie werden sie dann in einer anderen Sprache falsch geschrieben?

Und drittens werden auch oft für Übersetzungen nicht die ausgangs Sprache genutzt, sondern eine andere schon vorhandene. Das heißt sprachliche, aber auch persönliche diverse und verschiedene Deutungsmuster sind durch diesen Übergang noch wahrscheinlicher.

Einen strikten vorgegebenen Umgang mit diesen Schwierigkeiten gibt und soll es auch nicht geben.

Der wichtigste Richtwert ist es möglichst nah am Ursprünglichem Gesagtem und/oder Text zu bleiben, jedoch sind Veränderung gerade in der Übersetzung unvermeidlich.

Alle ÜbersetzerInnen sollten sich dessen bewusst sein und einen kritischen Umgang damit für sich selbst finden. Fehler können nie gänzlich ausgeschlossen werden. Auch gilt hier vordergründig nicht der Anspruch einer makellosen Übersetzung und Sprache, sondern einer verständlichen und einer die Nah am Original ist. Wir fordern auch bei jeglicher Übersetzung (bei Möglichkeit) zumindest einen Verweis auf das Originale.

Nicht desto trotz sollten dadurch die Bemühungen nicht abgemildert werden, eine für alle zufriedenstellende Übertragung des gesagtem oder geschriebenem zu erstellen.